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Über die Gedenkveranstaltungen anlässlich des 65. Jahrestages der Vernichtung des Minsker Ghettos

Im Herbst 2008 fand in der Republik Belarus eine Reihe von Gedenkveranstaltungen zum 65. Jahrestag der Vernichtung des Minsker Ghettos statt.

An den in Belarus organisierten Veranstaltungen nahmen mehr als 130 ausländische Gäste aus Israel, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Litauen, Moldau, Russland, den USA, der Ukraine teil, darunter 54 ehemalige Ghetto-Häftlinge und Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges.

Eine deutsche Delegation, die sich aus 50 Vertretern verschiedener Organisationen zusammensetzte, besuchte Minsk in diesen Tagen. Die Zeremonie der Kranzniederlegung anlässlich des 65. Jahrestages der Vernichtung des Minsker Ghettos und die Trauerkundgebung, die unter der Teilnehme des belarussischen Präsidenten A.Lukaschenko am Mahnmal „Jama" („Grube") in Minsk stattfanden, besuchten der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen a.D. H.Schnoor, Ministerpräsident des Landes Brandenburg a.D. M.Stolpe, Burgermeister der Stadt Bonn H.Joisten, Vertreter der Bundesländer Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen.

Die unter der Schirmherrschaft des belarussischen Staates organisierten Gedenkveranstaltungen verliefen nach dem Geiste und Buchstaben der UN-Resolution vom 1.November 2005, die die Mitglieder der Organisation dazu anregte, die Maßnahmen zwecks Erhaltung des Andenkens an die Holocaust-Opfer zu treffen.

Allein im Minsker Ghetto wurden 80 Tsd. Juden ermordet, in Belarus insgesamt waren es 800 Tsd. Aus Köln, Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und weiteren rheinischen Gemeinden wurden seit 1942 mehr als 1.170 Menschen jüdischen Glaubens in das Vernichtungslager Maly Trostenez bei Minsk deportiert und getötet. Darauf verweist auch die Inschrift auf dem neuen Gedenkstein, der in Minsk auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof gemeinsam von den Städten Köln und Bonn sowie dem Rhein-Sieg-Kreis gestiftet wurde.

Nach dem Beschluss der belarussischen Regierung wird in Maly Trostenez eine große Gedenkstätte errichtet. Es wird beabsichtigt, dass diese Gedenkstätte, die unter Beteiligung verschiedener europäischen Staaten und Organisationen entsteht, zu einem „Memorial des Gedenkens" für ganz Europa wird.

04.12.2008

4. Dezember 2008 in Presseerklärungen der belarussischen Botschaft in Deutschland

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