Am Donnerstag wird in Frankfurt (Oder) eine Ausstellung über die nationalsozialistische Vernichtungspolitik in Weißrussland gezeigt. Die von weißrussischen und deutschen Studierenden erarbeitete Ausstellung der Geschichtswerkstatt Europa wird im Beisein des Überlebenden Michael Trejster des Ghetto Minsk eröffnet, der bereits am Mittwoch für Gespräche mit der Presse zur Verfügung steht. Zur Ausstellungseröffnung werden die Initiatoren des Projekts anwesend sein. Das Künstlerduo Hurst & Winterberg hat eine Klang- und Videoperformance vorbereitet.
Gleichzeitig beginnt mit der Ausstellung über das Ghetto Minsk das diesjährige Treffen an der Oder der Geschichtswerkstatt Europa. Das Programm der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" fördert in diesem Jahr 28 Geschichtsprojekte aus 15 Ländern und wird vom Institut für angewandte Geschichte in Kooperation mit der Europa-Universität Viadrina koordiniert.
Eröffnung und Performance der Künstler Gary Hurst & Winterberg: 2. April 2009, 19.30 Uhr, Gräfin-Dönhoff-Gebäude, HS 02
Zur Ausstellung:
2007 wurde in der Geschichtswerkstatt Minsk nach sieben Monaten der Recherche und Vorbereitung durch Studenten aus Weißrussland und Deutschland die Ausstellung Letzter Gruß über das Ghetto Minsk und die Vernichtungsstätte Maly Trostenez eröffnet. Nun wird diese Ausstellung zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Realisiert wurde dieses Projekt durch das Jugendgästehaus Dachau und das IBB Dortmund im Rahmen der Geschichtswerkstatt Europa aus Mitteln der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunf und der Robert Bosch Stiftung.
Nach Abschluss der Begegnung in Minsk formierte sich mit der Verstärkung zweier Studenten aus München eine Arbeitsgruppe, die die deutsch-weißrussische Arbeit in Form eines Ausstellungsprojektes fortsetzen wollte. Beide Veranstaltungen, sowohl der Austausch als auch das Ausstellungsprojekt, wurden fachlich durch den Journalisten
und ausgewiesenen Minsk-Fachmann Paul Kohl aus Berlin begleitet.
Mehr Informationen: www.letzter-gruss-online.de
Zur Geschichtswerkstatt Europa:
Die Geschichtswerkstatt Europa ist ein Programm der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", das internationale Projekte zur Analyse europäischer Erinnerungskulturen fördert. Ziel ist ein Dialog junger Europäer über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten nationaler, regionaler und lokaler Erinnerungen an die
Gewalterfahrungen des 20. Jahrhunderts.
Das Institut für angewandte Geschichte ist seit 2008 in Kooperation mit der Europa-Universität Viadrina für die Förderung von Projekten verantwortlich. Das Institut begleitet Projektideen beratend von der Skizzenentwicklung über die Antragstellung bis zur Abrechnung und organisiert im Frühjahr 2009 ein Treffen in Frankfurt an der Oder zur inhaltlichen sowie methodischen Vorbereitung und zur Vernetzung der Teilnehmer.
Mehr Informationen: www.instytut.net/europa
Kontakt: Felix Ackermann
Leitung Förderprogramm
Geschichtswerkstatt Europa
Institut für angewandte Geschichte e.V.
Große Scharrnstraße 59
15230 Frankfurt an der Oder
Tel.: +49 (0) 335 5534 5534
Fax: +49 (0) 335 5534 5533
Mail: felix.ackermann(at)instytut.net
Online: www.instytut.net/europa
Die Geschichtswerkstatt Europa ist ein Programm der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" zur Auseinandersetzung mit europäischer Erinnerung. Die Förderung von Projekten wird vom Institut für angewandte Geschichte in Kooperation mit der Europa- Universität Viadrina koordiniert. Ein Internationales Forum wird vom Global and European Studies Institute an der Universität Leipzig ausgerichtet.
Der Klügere gibt nach? Der Klügere tritt in Vorleistung!! Wie klug ist die EU? Warum kann sie nicht einseitig die Visumspflicht für Belarussen abschaffen? Oder mindestens die Prozedur soweit vereinfachen und die Gebühren streichen, dass dies für Belarussen kein Reisehindernis mehr ist?
„bez vizy“ (ohne Visum) ist eine Kampagne verschiedener belarussischer NGOs, unterstützt u.a. auch durch die dbg
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