Pressemitteilung Nr. 12
Deutsche Botschaft Minsk
Am 25. Juni 2009 wurde in Minsk auf dem ehemaligen jüdischen Friedhof in der Uliza Suchaja ein Gedenkstein enthüllt. Er erinnert an die aus Berlin nach Belarus deportierten und ermordeten Juden.
Zu diesem Ereignis reiste eine Berliner Delegation nach Minsk, unter Ihnen Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde von Berlin, Rainer Klemke, Vertreter der Senatskanzlei Berlin – Kulturelle Angelegenheiten sowie Lea Rosh, Vorsitzende des Förderkreis „Denkmal für die ermordeten Juden Europas e. V.“.
In einer Gedenkfeier gedachten auch Vertreter der Jüdischen Gemeinde zu Minsk und des Minsker Exekutivkomitees den etwa 1200 Opfern, die im November 1941 und im Juni 1942 von Berlin in das Minsker Ghetto und das Vernichtungslager Malyi Trostenez deportiert wurden.
Der Geschäftsträger a.i. der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Minsk, Fried Nielsen, äußerte sich in einer Ansprache an die Teilnehmer der Gedenkfeier wie folgt: „Die deutsche Regierung ist sehr dankbar, dass wir heute hier zusammengekommen sind und diesen Gedenkstein enthüllen können. Er erinnert uns an die aus Berlin nach Minsk deportierten und hier ermordeten Juden. Wir brauchen diese Orte der Erinnerung, damit wir nicht vergessen, was in deutschem Namen geschehen ist. Wir wollen und müssen die Erinnerung an die Shoah wach halten. Deshalb hoffe ich, dass viele Menschen auch aus Berlin ihren Weg hierher finden werden. Deutschland hat schwere Schuld auf sich geladen und die Frage heute ist, wie wir mit dieser Schuld verantwortlich umgehen. Aus der Schuld ist eine Verpflichtung erwachsen. Die Bundesregierung tritt deshalb unmissverständlich gegen jede Form des Antisemitismus ein und setzt sich klar und offen ein für Demokratie und Freiheit.“
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| PM Nr. 12 vom 26.06.2009 de.pdf | 1.02 MB |