Der belarussische Schriftsteller und Verleger Zmicer Višnë?hat für das Online-Portal Novinki.de einen interessanten Text über die aktuelle belarussische Literatur geschrieben.
„Die Kenntnis der weißrussischen Literatur außerhalb der Sowjetunion ist gering“, schrieb Ferdinand Neureiter in seiner Weißrussischen Anthologie von 1983. Und wo kennt man diese Literatur heute? In Deutschland stand Vasil' Byka? (Wassil Bykau; 1924-2003), meist in Übersetzungen aus dem Russischen, lange Jahre weitgehend allein auf weiter Flur, doch nun beginnt das Bild sich langsam zu differenzieren: „schon sechzehn namen sind gefunden für den schnee / zeit, sechzehn namen zu erfinden für die finsternis.“ (Val'žyna Mort)
Nach Artur Klina? (*1965) im Jahr 2006 und einem Schwerpunkt zu belarussischer Lyrik in die horen (228/2007) fand 2009 Val'žyna Mort (*1981) den Weg ins Deutsche, Al'herd Bachar?vi? (*1975) folgt 2010 (die beiden letztgenannten sind auch auf dem Foto zu sehen). Und Zmicer Višnë? (*1973) ist ebenfalls auf dem Sprung.
Višnë? ist in seiner Heimat nicht nur als Lyriker und Prosaautor bekannt, er spielt auch als Kritiker, Herausgeber und Verleger eine wichtige Rolle für die belarussische Literatur. Stipendien führten ihn unter anderem an das Literarische Colloquium Berlin (2006) und an die Villa Decius in Krakau (2008), außerdem war er 2008 gemeinsam mit seiner Übersetzerin Martina Jakobson mit Lesungen und Podiumsgesprächen in Berlin und Dresden zu Gast. Der vorliegende Text war ursprünglich als Vortrag im Programm des Belaruski Kalegium konzipiert und ist vom Autor für die Publikation in der Zeitschrift Annus Albaruthenicus 2010 überarbeitet und aktualisiert worden. Dort erschien er mit Kommentaren und zahlreichen Links, für novinki wurde er vom Übersetzer leicht gekürzt und um eine Auswahlbibliografie auf Deutsch vorliegender belarussischer Literatur ergänzt.
Weiter: http://www.novinki.de/html/nachgegangen/Reportage_Visneu.html
Der Klügere gibt nach? Der Klügere tritt in Vorleistung!! Wie klug ist die EU? Warum kann sie nicht einseitig die Visumspflicht für Belarussen abschaffen? Oder mindestens die Prozedur soweit vereinfachen und die Gebühren streichen, dass dies für Belarussen kein Reisehindernis mehr ist?
„bez vizy“ (ohne Visum) ist eine Kampagne verschiedener belarussischer NGOs, unterstützt u.a. auch durch die dbg