Rundfunk Berlin-Brandenburg Nachrichten: "Rock aus Belarus", "Das Mahnmal von Chatyn", "Die Sonnenstadt der Träume", "Sommer im Park".
Rock aus Belarus
Östlich der Oder ist die weißrussische Rockband Lyapis Trubetskoy Kult. Wichtiger Bestandteil ihrer Musik sind die farbenprächtigen Video-Clips im post-sozialistischen Stil, gleichzeitig Satire auf und Hommage an das Land ihrer Kindheit. „Capital“ wurde zu einer Sensation im Internet. Die Texte sind surreal, provokant, ironisch, auch politisch. Deswegen gibt die Band Konzerte fast ausschließlich im Ausland. Trotzdem ist Belarus ihre Heimat und der Ort ihrer Inspiration. Wir haben die Gruppe in Minsk getroffen.
Das Mahnmal von Chatyn
Knapp zwei Jahrzehnte nach Gründung der Republik Weißrussland ist eine Revision der Geschichte des Landes im Gange. Selbstverständlich nicht initiiert von Diktator Lukaschenko, aber Historiker, Filmemacher und Künstler versuchen zu ergründen, wie es zur Ausrottung von nahezu einem Drittel der Bevölkerung in der Zeit von 1939 bis 1944 kam. Die weißrussische Regisseurin Volha Nikolaytschuk hat darüber einen Film gemacht „Die Wahrheit von Chatyn“. Darin beschreibt sie den sowjetischen Mythos, der nur die Verbrechen der Deutschen in Weißrussland beschreibt und die Rolle Stalins ausblendet. Wir haben die Regisseurin in Minsk getroffen.
Die Sonnenstadt der Träume
Gemeint ist Minsk, die Hauptstadt von Weißrussland. Gebaut auf den Ruinen des Krieges, als ideale Stadt für den sozialistischen, neuen Menschen. Die Residenz des letzten Diktators in Europa. Es ist der Titel eines Buches des weißrussischen Künstlers Artur Klinau. „Ich wurde in der Sonnenstadt der Träume geboren, in der es zwei Städte gab – eine Gesellschaft des Glücks, an die man glaubte, und die Stadt selbst“ schreibt Klinau. Gemeinsam mit ihm streifen wir durch das letzte Museum des Kommunismus.
Sommer im Park
Eines der Wahrzeichen der 2 Millionen Stadt Minsk sind die weitläufigen, gepflegten Parks. Allein im Stadtzentrum gibt es mehrere große Parkanlagen. Viele Menschen durchqueren sie täglich auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause. Andere verbringen dort mit ihren Kindern den Urlaub, treffen sich mit Freunden. Wir wollten wissen, worüber sie plaudern.
Die Sendung (zum Ansehen im Archiv)
Der Klügere gibt nach? Der Klügere tritt in Vorleistung!! Wie klug ist die EU? Warum kann sie nicht einseitig die Visumspflicht für Belarussen abschaffen? Oder mindestens die Prozedur soweit vereinfachen und die Gebühren streichen, dass dies für Belarussen kein Reisehindernis mehr ist?
„bez vizy“ (ohne Visum) ist eine Kampagne verschiedener belarussischer NGOs, unterstützt u.a. auch durch die dbg
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