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MIZHRECHCHA - Die Belarusissche Seele

Datum: 
01.10.2012 - 19:30 - 03.10.2012 - 19:30 Europe/Berlin
mizhrechcha.jpg

MIZHRECHCHA | Belarus
Lieder. Geschichten. Traditionen

Als sich der belarussische Fotograf Andrej Ljankevitsch vor ein paar Jahren aufmachte, die vorchristlichen Traditionen seiner Heimat zu dokumentieren, kam er auch nach Pahost lja Turava. Das Dörfchen liegt im Südosten des Landes, zwischen den Städten Pinsk und Homel, in einer Region, die sich Palessje nennt. Für viele Belarussen ist diese Landschaft der Moore, Sümpfe, Wälder, Weiden und uralten Dörfchen ein magischer, ursprünglicher Ort, der für die Identität der Belarussen eine bedeutende Rolle spielt. „Wenn Belarus eine Seele hat“, sagt Ljankewitsch, „dann ist es Palessje“.

In den Dörfern sind die Frauen die Hüterinnen alter Kulturen, Rituale, Lieder und Traditionen. In Pahost lja Turava fand Ljankevitsch einen wahren Schatz für sein Buchprojekt »Paganstva«, das die heidnischen Bräuche in eindringlichen poetischen schwarz-weiß Fotografien einfängt. Er lernte das Gesangsensemble „Mizhrechcha“ kennen, eine Gruppe von Frauen, die immer noch ihre eigenen Felder bestellen und Höfe bewirtschaften und die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die regionalen Lieder, Tänze, Bräuche und Handwerke zu bewahren und zu pflegen. Lieder, Tänze und Bräuche, die viele hunderte, wenn nicht tausende Jahre alt sind und die von Generation zu Generation weitergegeben wurden.

„Ich habe die Lieder von meiner Großmutter gelernt“, sagt die Leiterin der Gruppe Ekaterina Pantschenija. „Und sie wiederum hat sie von ihrer Mutter gelernt. So ist das bei allen aus der Gruppe.“ Lieder, die gesungen wurden, wenn es zur Arbeit aufs Feld ging, wenn Hochzeit gefeiert oder wenn gefastet wurde. Rituale und Tänze, die zu Weihnachten (»Kaljady«) oder zum Mittsommernachtsfest (»Kupalle«) aufgeführt wurden. Ihr Dorf ist mittlerweile weltberühmt, weil es ein einzigartiges Ritual bewahrt, das auf der UNESCO-Liste für das geistige Weltkulturerbe steht, dabei handelt es sich um das so genannte «Karagod«, das am 6. Mai vollführt wird, wenn nach dem langem und strengen Winter die Feldarbeit beginnt.

Das Ensemble »Mizhrechcha« ist ein einzigartige Ensemble, dessen Sängerinnen und Tänzerinnen zwischen 55 und 85 Jahren alt sind. Es sind magische Stimmen aus einer archaisch anmutenden osteuropäischen Welt, die so nah und zugleich so fern von uns ist. »Mizhrechcha« präsentiert in gut 50 Minuten eine Auswahl von Liedern, Tänzen und Ritualen, begleitet von (ins Deutsche übersetzten) Erläuterungen des Fotografen Andrej Ljankewitsch.

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Es werden zwei Konzerte in Deutschland stattfinden. Eines am 1. Oktober 2012 in Berlin, in der St. Elisabeth-Kirche,
Invalidenstraße 3, Beginn ist 19.30 Uhr. Das zweite Konzert am 3. Oktober 2012 in der Dresdner Dreikönigskirche, Beginn ist 17 Uhr. Es wird im Rahmen des Festivals „Musik zwischen den Welten“ in der Dresdner Dreikönigskirche stattfinden.  Infos auf: andreasgrosse.de

Eintritt für das Konzert in Berlin: 8 Euro (5 Euro ermäßigt). NUR Abendkasse

Organisation/Management: Alesja Belanovich, alesja.bel@googlemail.com

Presseinformationen: Ingo Petz, ingopetz@hotmail.com

Andrej Liankevich: www.liankevich.com


Besetzung MIZHRECHCHA:

KACJARYNA PANCZENJA Gesang | Solostimme
NATALIA MOROZAVA Gesang
SVIATLANA SMALIANEC Gesang
MARYJA VALANCEVICZ Gesang
ALENA MURASZKA Gesang
SIARGEJ JAFIMOVICZ Akkordeon


Mit freundlicher Unterstützung von:

GMF - The German Marshall Fund of the United States


Medienpartner:

n-ost - Netzwerk für Osteuropaberichterstattung

25. Juli 2012 in Veranstaltungen, Veranstaltungen der dbg, Kultur

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