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Norbert Randow - die wandelnde Bibliothek

Lesung für Norbert Randow

Eine sehr schöne Gedenkveranstaltung für den Übersetzer Norbert Randow, der viele Klassiker der belarussischen Literatur ins Deutsche übersetzt hat, fand am Freitag, 18. März 2016, im Rahmen der Leipziger Buchmesse im Fürstenzimmer der Universitätsbibliothek statt, wo der belarussische Teil der Randow-Bibliothek nun eine Heimat gefunden hat.

Die Übersetzer Andreas Tretner, Gundula Tschepego und Thomas Weiler, wie auch der Verleger Sebastian Guggolz (Guggolz Verlag) erinnerten an den Menschen Randow und seine Arbeit.


Ingo Petz, Vorstandsmitglied der dbg, war zugegen und übermittelte dieses Grußwort:

"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Frau Tode-Randow, liebe Frau Gundula Tschepego,

wir von der dbg freuen uns, dass der belarussische Teil der Norbert Randow-Bibliothek nun eine Heimat gefunden hat. Eine würdige dazu, wie man wohl behaupten kann.

Schließlich hat Norbert Randow einen großen Teil seines Lebens in das Sammeln dieser für Deutschland einzigartigen Bibliothek gesteckt, wie auch Unmengen an Liebe und Leidenschaft – ohne die bei Norbert Randow glücklicherweise gar nichts ging im Leben.

Literatur produziert Geschichten, Bücher transportieren Geschichten. Und auch Menschen, die Bücher transportieren, entwickeln Geschichten. Das kann wohl jeder behaupten, der Norbert Randow kannte. Auch meine Geschichte mit Norbert Randow begann, als ich ihm ein Bücherpaket aus Belarus überbrachte. Über Norbert Randow werden wir heute noch vieles erfahren. Wie auch über Belarus. Für mich war diese Bekanntschaft wichtig, weil uns mindestens drei Leidenschaften verbanden: 1. die Literatur 2. die Liebe zu Belarus 3. die Liebe für Geschichten. Geschichten, die Menschen zusammenbringen und verbinden.

Auch die dbg versucht genau das, seit ihrer Gründung 1999 – Menschen zusammenzubringen. Aus Deutschland und Belarus. Auch über die Kultur und die Literatur, für die sich Norbert Randow so wunderbar eingesetzt hat – und was Thomas Weiler in so wunderbarer Art und Weise fortführt.

Die dbg und ich wünschen uns, dass diese Bibliothek auch weiterhin viele Geschichten entfalten, spinnen und entfachen wird – Geschichten, die Menschen zusammenbringen werden, die wiederum andere Geschichten miteinander schreiben werden.

„Das Zwischenmenschliche comes first“ hat Norbert Randow mal zu mir gesagt. Möge dies der Leitspruch dieser Bibliothek werden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Ingo Petz"

22. März 2016 in Veranstaltungen der dbg

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