altes Siegel

Kultur und Geschichte

  • Geschichte von Belarus in 5 Minuten (Video)
  • Interaktive Mappe der belarussischen Geschichte
  • Uladsimir Arlou, Smizer Herasimowitsch:
    This country called Belarus. An illustrated history (2003) **

    Das Buch bietet einen Überblick über die Geschichte von Belarus von der frühesten Zeit bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie werden die großen Persönlichkeiten der belarussischen Geschichte kennenlernen; Sie werden entdecken, wie die Belaruss*innen in verschiedenen Phasen ihrer Geschichte gelebt haben, welche Kriege sie zu führen hatten und wie sie sich kulturell entwickelten. Das Buch enthält mehr als zweitausend Illustrationen, darunter einzigartige Manuskriptminiaturen, mittelalterliche Gravuren und seltene Fotografien. Viele der Illustrationen wurden nie zuvor veröffentlicht. Die Geschichte von Belarus wird hier als integraler Bestandteil der allgemeinen europäischen Geschichte dargestellt.

    ** Das Buch ist leider in Deutschland nicht erhältlich. Bitte sprechen Sie uns an!

  • Rainer Lindner: Historiker und Herrschaft: Nationsbildung und Geschichtspolitik in Weißrussland im 19. und 20. Jahrhundert (1999)

    Belarus ist im Westen lange Zeit allenfalls als Provinzregion Russlands wahrgenommen worden. Die wechselnden historischen Herrschaftsverhältnisse haben eine belarussische Nationsbildung immer wieder unterbrochen. Als Fallstudie für osteuropäische Peripherienationen thematisiert dieses von Rainer Lindner geschriebenes Buch die belarussische Geschichtsschreibung und Geschichtskultur in deren Wechselbeziehungen zur politischen Herrschaft. Der Untersuchungszeitraum reicht vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart – von der Entstehungszeit einer belarussischen Nationalidee über die zwanziger und dreißiger Jahre unter Stalin, das Jahrzehnt zwischen Weltkrieg und Tauwetter bis zur spät- und postsowjetischen Zeit. Die Untersuchung zeigt auch, wie die Geschichtspolitik des ersten belarussischen Präsidenten in den neunziger Jahren einer Nationsbildung der Belaruss*innen entgegenstand.

  • Dietrich Beyrau, Rainer Lindner: Handbuch der Geschichte Weißrußlands (2001)

    Die Republik Belarus ist ein junger Staat mit nur wenigen historischen Wurzeln. Belarus liegt im Schnittpunkt mehrerer europäischer Sprachen und Kulturen und ist sowohl als Peripherie wie auch als Staat im neuen Europa eine heterogene Kulturlandschaft. Diese Tatsache macht den Reiz aus, seine Geschichte zu erforschen. Das Handbuch bietet nach fast sechzig Jahren den ersten Überblick über die Geschichte von Belarus als Staat und als historische Region in deutscher Sprache. Es versammelt zahlreiche Beiträge deutscher und internationaler Autor*innen und fasst den gegenwärtigen Forschungs- und Diskussionsstand zusammen. 

  • Astrid Sahm: Transformation im Schatten von Tschernobyl. Umwelt- und Energiepolitik im gesellschaftlichen Wandel von Belarus und der Ukraine (1999)

    Die Studie bietet erstmals eine eingehende Darstellung der Tschernobyl- und Atomenergiepolitik in Belarus und der Ukraine für die Jahre 1989 bis 1997. Dabei werden die historischen, politischen, radioökologischen und sozio-ökonomischen Faktoren ebenso wie das internationale Umfeld analysiert, um den Politikwechsel in beiden Ländern nach der Auflösung der Sowjetunion zu erklären. Gleichzeitig wird deutlich, welchen Einfluss umwelt- und energiepolitische Probleme auf Demokratisierung und Nationalstaatsbildung in Belarus und der Ukraine haben. Gemeinsamkeiten und Unterschiede im bisherigen belarussischen und ukrainischen Transformationsprozess werden dadurch nachvollziehbar.

  • Artur Klinau: Sonnenstadt der Träume (2006)

    Wer zum ersten Mal nach Minsk kommt, ist irritiert und überwältigt von den riesigen Boulevards, den endlosen Parks mitten im Zentrum, den vielen mit sonderbarem Dekor reich verzierten Palästen. Von den Sowjets als ideale Stadt, als Verwirklichung der kommunistischen Utopie entworfen, hat Minsk sich in einen Raum des Absurden verwandelt: architektonisches Monument einer Stadt des Glücks und Ausdruck der Unmöglichkeit, es zu erlangen. Hier findet der Kampf um die Zukunft statt, die Demokratie drängt hinein, die die Errichtung einer idealen Stadt schon immer torpediert hat. Der belarussische Künstler, Architekt und Publizist Artur Klinau porträtiert die „Sonnenstadt der Träume“, erzählt vom Widerstand gegen die Diktatur Lukaschenkos und konstatiert das Verschwinden Europas in der Dämmerzone Belarus.

  • Artur Klinau: Partisanen: Kultur, Macht, Belarus (2014)

    Der Partisan, sagt der Autor Artur Klinau, ist nicht nur der heroische Typ mit der Waffe in der Hand. „Er ist auch eine Diagnose: pathologischer Bewusstseinszustand mit tiefsitzenden Ängsten als Reaktion auf historisch bedingte Traumata.“ Der Partisan ist eine für Belarus typische Figur. Heute aber, so Klinau und die Macher*innen seiner Zeitschrift pARTisan, ist eine Partisanen-Strategie der Kunst der einzige Weg aus der tiefen Misere seines Landes. Denn Politik hilft gegen das Regime eines Lukaschenka nicht weiter. Wie diese Strategie aussieht, davon handelt dieses Buch.

  • Waljanzin Akudowitsch: Der Abwesenheitscode (2013)

    Ein skandalöses Faktum der europäischen Politik gerät periodisch aus dem Blick: an die EU-Außengrenze stößt ein aus der Zeit gefallenes Land - das von Macthaber Lukaschenka autoritär regierte Belarus, die frühere belarussische Sowjetrepublik. In einem fesselnden Essay, der profunde historische Analyse mit provokanten Thesen verbindet, befasst Waljanzin Akudowitsch sich mit den Ursachen der notorisch schwachen Identität seines Landes. Dem von Regierung und demokratischer Opposition favorisierten Verständnis einer belarussischen Nation setzt er die Idee eines Staates von freien und gleichen Bürger*innen unterschiedlicher Herkunft und Sprache entgegen.

  • Maria Cheryakova, Marta Chernova: Heta Belarus Dzietka! (2015) **
    (Bel.: Das ist Belarus, Kind!)

    Das Buch, geschrieben von zwei Belarussinnen, die in den USA und in den Niederlanden aufgewachsen sind, bietet einen witzigen, aber dennoch reflektierenden und aufschlussreichen Blick auf die Belaruss*innen, ihre Bräuche und ihre Mentalität. Im Buch erforschen die Autorinnen die verschiedensten Aspekte des täglichen Lebens in Belarus und geben schockierenden und scheinbar unlogischen Dingen sehr vernünftige und humorvolle Erklärungen. Es gibt ebenso ein Blog mit dem gleichen Namen.

    ** Das Buch ist leider in Deutschland nicht erhältlich. Bitte sprechen Sie uns an!

  • Nadine Lashuk: Liebesgrüße aus Minsk (2016)

    Das Buch ist von Nadine Lashuk, einer Politikwissenschaftlerin aus Deutschland, geschrieben, die 2006 bis 2014 in Belarus gelebt hat. Ihre Laufbahn bei der Europäischen Kommission fest im Blick, zieht Nadine für ein Praktikum nach Minsk. Als sie ihr Herz an einen Belarussen verliert, ist ihre Verbindung zu diesem exotischen Land, das nicht etwa hinterm Mond, sondern zwischen Polen und Russland liegt, für immer besiegelt. Die junge Deutsche muss lernen, dass ein Besuch bei den Eltern einer Verlobung gleichkommt; eine anständige Frau immer ein Huhn im Kühlschrank und Breschnews Erziehungsratgeber im Regal hat. Eine hintergründige Erzählung über Leben und Lieben zwischen Sowjetismus und Moderne, Ost und West. Sehr empfohlen! Nadine führt auch ein Blog zu Belarus.

  • Aljaksandr Bely: The Belarusian Cookbook (2008) **

    Das Kochbuch ist eine Erkundung der belarussischen Geschichte und des Essens, sowie des prominenten jüdischen Einflusses auf die Küche. Aljaksandr Bely, ein Historiker und gebürtiger Belarusse, rekonstruiert traditionelle Rezepte, sowohl der Bauer*innen als auch der Aristokratie, mit dem Ziel, den Gaumen zu erfreuen und nationale kulinarische Traditionen wiederherzustellen.

    ** Das Buch ist leider in Deutschland nicht erhältlich. Bitte sprechen Sie uns an!

  • Michas Ramanjuk: Belarussische Volkstracht (2003) **

    Die Grundlage des illustrierten Handbuches bilden Darstellungen belarussischer Bauer*innen und Stadtbewohner*innen in Festtagstracht bzw. traditionell-ritueller Kleidung aus dem Zeitraum 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Hinter den zahlreichen Abbildungen stehen großangelegte Recherchen, dem Betrachter werden wissenschaftliche und künstlerisch-graphische Rekonstruktionen der Volkstrachten aus allen ethnographischen Regionen von Belarus gezeigt. Der berühmte belarussische Ethnograph und Kunsthistoriker Michas Ramanjuk sammelte Material für Rekonstruktionen mehr als ein Vierteljahrhundert lang – in entlegenen Dörfern, in Museen, Archiven und Bibliotheken. Die Unterschriften im Buch sind in vier Sprachen vorhanden: Englisch, Deutsch, Französisch und Belarussisch.

    ** Das Buch ist leider in Deutschland nicht erhältlich. Bitte sprechen Sie uns an!

  • Volya Dzemka: The Songs of Old Europe – Ancient Belarusian Folk Songs (2018)

    Haben Sie gewusst, dass belarussische Volkslieder die ältesten unveränderten Lieder in Europa sind? Eine in den USA lebende Belarussin, Wolja Dsemka, hat einen Dokumentarfilm darüber gedreht, der bereits mehrere internationale Filmpreise gewonnen hat. Der Film bietet einen intimen, seltenen Blick in die Welt der belarussischen Volkslieder, die für Jahrtausenden aufbewahrt wurden und noch heute von belarussischen Dorfbewohner*innen aufgeführt sind. Leider gehen sie mit dem Verschwinden des Dorflebens und ihrer Träger*innen verloren ...

  • Andrej Ljankewitsch: Fotoalbum „Focus on Belarus“ (2008)

    Die im Katalog enthaltenen Bilder (mit Unterschriften auf Englisch, Deutsch und Belarussisch) sind in den Jahren 2004 bis 2007 entstanden und zeigen jene Ausschnitte des belarussischen Alltags, die für den Fotojournalisten Andrej Linkewitsch die Gegenwart seines Heimatlandes bestimmen: das „einfache“ Leben der Menschen in den Dörfern, die Omnipräsenz des autokratischen Staates unter Aljaksandr Lukaschenka durch Polizei und Militär auf den Straßen, nonkonforme Kunstprojekte kritischer Jugendlicher und die sowjetische Vergangenheit, die einfach nicht vergehen will.

  • Sjarhej Plytkewitsch: Fotoalbum „Überraschendes Belarus“ (2016) **

    Ein wannsinnig schönes Fotoalbum von Sjarhej Plytkewitsch mit vielen farbenfreudigen Aussichten von Belarus aus der Vogelperspektive in belarussischer, russischer, deutscher und englischer Sprache. Lassen Sie sich inspirieren!

    ** Das Album ist leider in Deutschland nicht erhältlich. Bitte sprechen Sie uns an!


Foto: dbg / Kate Ignashevich, 2017