Minsk Forum XVI

Namensschilder Minsk Forum

Foto: dbg / Kate Ignashevich, 2017

22.-24. November 2018

Das Minsk Forum XVI zum Thema „Belarus und die EU – Die Zukunft der Partnerschaft: Dialog, Entwicklung, Digitalisierung“ fand nun zum sechszehnten Mal vom 22. bis 24. November 2018 in Minsk statt.
 
Mehr als 300 hochrangige Gäste, unter anderem Politiker, Diplomaten, Experten und NRO-Vertreter aus Belarus, Deutschland und weiteren EU-Staaten trafen sich in der vergangenen Woche in der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte Minsk „Johannes Rau“ in der belarussischen Hauptstadt auf Einladung der deutsch-belarussischen gesellschaft e.V. (dbg) zum Minsk Forum XVI. Unter dem Motto "Dialog-Development-Digitisation" diskutierten die Gäste die Beziehungen zwischen Belarus, Deutschland und der EU.
 
Seit seiner Gründung im Jahr 1997 gilt das Minsk Forum als eine einzigartige Plattform für den Meinungs- und Ideenaustausch für die Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft in Belarus sowie der Nachbarstaaten und der EU. Vertreter der Regierung, der Opposition, der Zivilgesellschaft, der Kultur und der Wirtschaft schätzen das offene Dialogformat. Der Vorsitzende des Minsk Forums, Prof. Dr. Rainer Lindner, würdigte in seiner Eröffnungsrede die Schritte der Annäherung zwischen Deutschland und Belarus im politischen Jahr 2018 sowie die konstruktive Rolle von Belarus im Rahmen der Östlichen Partnerschaft der EU. Hier gelte es im kommenden Jahr 2019 Bilanz zu ziehen nach 10 Jahren Östlicher Partnerschaft.
 
Erstmals nahmen Aleh Krautschanka, Stellvertretender Außenminister der Republik Belarus; Dirk Wiese, MdB, Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft, Bundesregierung; Botschafter Michael Siebert, Beauftragter für Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien im Auswärtigen Amt; Botschafter Jan Hofmokl, Direktor für Osteuropa und Beauftragter für die Östliche Partnerschaft, Außenministerium der Republik Polen am Minsk Forum teil. Der Schirmherr des Minsk Forums, Peter Dettmar, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Belarus und Andrea Wiktorin, Leiterin der Vertretung der Europäischen Union in der Republik Belarus, wurden für Ihre langjährige Unterstützung des Minsk Forums gewürdigt.
 
"Das Minsk Forum hielt die Kommunikationskanäle stets offen, selbst in den schwierigsten Zeiten", so der stv. Außenminister der Republik Belarus Krauchanka. „Im Zentrum unserer Bemühungen sollte der Abschluss der Vereinbarung über Partnerschaft und Zusammenarbeit stehen“, so der Krauchanka über die Beziehungen zwischen Belarus und der EU. Hinsichtlich der Beziehungen zu Deutschland sprach er von einer "positiven Dynamik unserer Beziehungen". Der Koordinator der Bundesregierung für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit Dirk Wiese drückte seine Hoffnung hinsichtlich einer Mitgliedschaft von Belarus im Europarat aus, sobald dafür die Voraussetzungen geschaffen wurden.
 
Im Zentrum der Fachdiskussionen standen die Möglichkeiten für regionale Kooperation, Fragen der Bürgerbeteiligung und der lokalen Verwaltung; die Chancen für E-Governance und Open Data in Belarus; die wirtschaftlichen Perspektiven von Belarus bei Mobilität, Logistik und Handel. Im kommenden Jahr, 2019, soll dazu eine Veranstaltung zu Belarus an der Neuen Seidenstraße stattfinden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Kultur und die Chancen und Risiken der Digitalisierung in Belarus, Deutschland und Polen. Mit der (Selbst-)Positionierung von Belarus in den internationalen Beziehungen und den Chancen des Nation Branding befasste sich die Abschlussdiskussion. Das Außenministerium der Republik Belarus informierte dabei über die neuen EU-Visabestimmungen während der European Games 2019 in Minsk, um Belarus gegenüber seinen internationalen Gästen als ein sicheres und offenes Land zu präsentieren.
 
Am Rande des Minsk Forum empfing der Außenminister der Republik Belarus Uladsimir Makej den Vorsitzenden der deutsch-belarussischen gesellschaft e.V. (dbg) und des Minsk Forums Prof. Dr. Rainer Lindner zu einem bilateralen Austausch zu den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder. Das Minsk Forum soll im kommenden Jahr, dem Jahr des 20-jährigen Bestehens der dbg, fortgesetzt werden.

Programm Minsk Forum XVI (auf Deutsch, Englisch und Belarussisch)

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