Im Schatten der Minsker Abkommen: Potenziale der Zivilgesellschaft in Belarus

Baum mit bunten Händen als Blätter

Foto: geralt, 2018, pixabay.com

1. Juli 2015, Berlin

Minsk ist im russisch-ukrainischen Konflikt zu einem Ort internationaler Vermittlungsbemühungen avanciert. In der Rolle des Gastgebers ist Belarus aus der Isolation in den engeren Kontakt mit Deutschland und anderen EU-Staaten getreten. Während die belarussische Regierung in der aktuellen Krise ihre Position festigt, sind viele zivilgesellschaftliche Akteure im Land durch die Folgen des Aufstands auf dem Majdan verunsichert. Rufe aus der Europäischen Union nach einer Revision der Politik der Östlichen Partnerschaft lassen bisher offen, was dies für die Förderung grenzüberschreitender Zusammenarbeit auf gesellschaftlicher Ebene bedeutet. Welche Potentiale haben nicht-staatliche Akteure? Welchen Einfluss hat die aktuelle außenpolitische Krise auf ihre Arbeit und wie ist die Haltung westlicher Akteure gegenüber dem zivilgesellschaftlichen Sektor in Belarus?

Diese Fragen diskutierten in Berlin Alena Tankatschowa (Menschenrechtlerin und Leiterin des Zentrums für Rechtstransformation „Lawtrend“, Minsk), Dr. Astrid Sahm (deutsch-belarussische gesellschaft, Berlin), Dr. Jörg Forbrig (German Marshall Fund of the United States, Berlin) und Oliver Kaczmarek (Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der deutsch-belarussischen Parlamentariergruppe). Die Moderation übernahm Dr. Gabriele Freitag (Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, Berlin).

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) und der Europäischen Akademie Berlin (EAB) durchgeführt.