Anordnung zur Einstellung der Aktivitäten von DAAD und Goethe-Institut treibt die belarusische Gesellschaft weiter in die internationale Isolation
Stellungnahme des dbg-Vorstandes
Indem das Lukaschenka-Regime anordnet, dass der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD) sowie das Goethe-Institut ihre Aktivitäten in der Republik Belarus einstellen, zerstört es immens wichtige und fruchtbare kulturelle, sprachliche und bildungspolitische Kommunikationskanäle zwischen den Gesellschaften in Deutschland und Belarus. Die Aktivitäten des DAAD sowie des Goethe-Instituts in der Republik Belarus leisten einen enorm wichtigen Beitrag für den kulturellen Dialog zwischen den Menschen aus Deutschland und Belarus. Wir verurteilen daher diese Anordnung, die dem Dialoggedanken klar widerspricht.
Von deutscher Seite muss es nun die Aufgabe sein, nach anderen Möglichkeiten zum Erhalt und Ausbau von Austauschmöglichkeiten zwischen den Zivilgesellschaften in Deutschland und Belarus zu suchen. Dazu könnten z.B. digitale Dialog-, Veranstaltungs- und Lehrformate gehören, aber auch Einreiseerleichterungen für Belarusinnen und Belarusen sowie die Schaffung von humanitären Korridoren zumindest für politisch Verfolgte, für Bedürftige und für Kranke.
Die deutsch-belarussische gesellschaft e.V. (dbg) ist bereit, im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag für solche Austausch- und Dialogalternativen zu leisten.
Wir hoffen, dass die belarusische Gesellschaft trotz aller Widrigkeiten gestärkt aus dieser dunklen Periode hervorgeht.
Vorstand der deutsch-belarussischen gesellschaft e.V
01.07.2021




