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	<title>Deutsche in Belarus &#8211; deutsch-belarusische gesellschaft e.V.</title>
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	<title>Deutsche in Belarus &#8211; deutsch-belarusische gesellschaft e.V.</title>
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		<title>15. Dezember 1821: Geburtstag von Roderich von Erckert – deutscher Ethnograph und Forscher der belarusischen Länder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Aleś Čajčyc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 04:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche in Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit seinen Forschungen trug Erkert wesentlich dazu bei, die Vielfalt und Komplexität der belarusischen Gesellschaft im 19. Jahrhundert sichtbar zu machen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Roderich von Erckert (1821–1900), geboren im westpreußischen Kulm (heute Chełmno, Polen), war ein deutscher Offizier in russischen Diensten, Ethnograph und Kartograph. Er wurde Mitglied der Russischen Geographischen Gesellschaft und hinterließ ein bedeutendes wissenschaftliches Werk zur Erforschung der westlichen Gouvernements des Zarenreichs, darunter auch der belarusischen Gebiete.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="296" height="400" src="https://www.dbg-online.org/wp-content/uploads/2025/09/erckert.jpeg" alt="" class="wp-image-5911" srcset="https://www.dbg-online.org/wp-content/uploads/2025/09/erckert.jpeg 296w, https://www.dbg-online.org/wp-content/uploads/2025/09/erckert-222x300.jpeg 222w" sizes="(max-width: 296px) 100vw, 296px" /></figure>



<p>Seine bekanntesten Arbeiten sind die “Studie Über Geschichte und Ethnographie der westlichen Gouvernements Russlands” (“Взгляд на историю и этнографию западных губерний России”) sowie der monumentale “Ethnographische Atlas der westlich-russischen Gouvernements und benachbarten Gebiete” (“Этнографический атлас западно-русских губерний и соседних областей”). Diese Werke kombinierten historische Analysen, ethnographische Beschreibungen und erstmals auch detaillierte ethnische Karten.</p>



<p>Von Erckert widmete sich Fragen der Identität und sprachlichen wie religiösen Zugehörigkeit der Bevölkerung. Er stellte fest, dass Konfession und Sprache nicht immer übereinstimmen und dass gerade im Raum Belarus die konfessionelle Zugehörigkeit oft wichtiger für die Selbstdefinition war als die Muttersprache. Er beobachtete auch die hohe Durchmischung der Bevölkerung sowie die sozialen Unterschiede zwischen Adel, Bauern und jüdischem Bürgertum.</p>



<p>Mit seinen Forschungen trug Erkert wesentlich dazu bei, die Vielfalt und Komplexität der belarusischen Gesellschaft im 19. Jahrhundert sichtbar zu machen. Seine Karten und ethnographischen Notizen sind bis heute wertvolle Quellen für die Geschichte und Kultur der Region.</p>
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		<title>14. Dezember 1851: Geburtstag von Eduard von der Ropp &#8211; Bischof, Politiker und Verfechter der belarusischen Sprache</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Aleś Čajčyc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Dec 2025 04:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche in Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Eduard von der Ropp gilt als mutiger Verteidiger der belarusischen Sprache, Kultur und Religionsfreiheit]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eduard Michael Johann Maria Baron von der Ropp wurde am 14. Dezember 1851 in Lixna (Līksna, Lettland) geboren. Er entstammte einer deutschbaltischen Adelsfamilie und ist als ein bedeutender katholischer Geistlicher, Politiker und engagierter Förderer der belarusischen Kultur und Sprache ein herausragendes Beispiel für den kulturellen Austausch zwischen Deutschbalten und Belarusen.</p>



<p>Nach seinem Theologiestudium in Sankt Petersburg und weiteren Studien in Europa wurde er 1886 zum Priester geweiht. 1903 ernannte man ihn zum Bischof von Wilna, wo er sich besonders für die Stärkung der katholischen Gemeinden einsetzte. Als Abgeordneter der Ersten Staatsduma des Russischen Reiches (1906) zeigte er zudem sein politisches Engagement für gesellschaftliche Reformen.</p>



<p>Von der Ropp setzte sich energisch für den Gebrauch der belarusischen Sprache in Gottesdiensten und Veröffentlichungen ein.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Die belarusische Sprache muss in Wirklichkeit und nicht nur dem Worte nach Anerkennung erhalten. Sie hat das Recht auf Existenz und Entwicklung und muss daher gleichberechtigt mit der russischen Sprache in den Volksschulen gelehrt werden. Die belarusische Literatur darf keine Hindernisse für ihre Entwicklung haben, weder durch die kyrillische noch durch die lateinische Schrift. Ohne ein Polonisierer des belarusischen Volkes sein zu wollen (das darf nicht die Aufgabe der Religion sein), muss bei der Vermittlung der Glaubenswahrheiten an Kinder die Sprache verwendet werden, die sie zu Hause sprechen, das heißt – Belarusisch. Das Klerus muss sich an der Schaffung einer allgemeinen, möglichst allen verständlichen literarischen belarusischen Sprache beteiligen“, schrieb Eduard von der Ropp im Jahr 1905.</p>
</blockquote>



<p>&nbsp;Zudem förderte er die Gründung der „Konstitutionellen Katholischen Partei von Litauen und Belarus“, die sich für die Rechte katholischer Angehöriger verschiedener Nationalitäten einsetzte.</p>



<p>Wegen seines gesellschaftspolitischen Engagements wurde er 1907 von den russischen Behörden in die Provinz Viciebsk verbannt, wo er zehn Jahre lang unter polizeilicher Aufsicht in einem Dorf lebte.</p>



<p>1917 wurde Eduard von der Ropp zum Erzbischof von Mahiloŭ ernannt, doch 1919 verhafteten sowjetische Behörden ihn und wiesen ihn nach Polen aus. Er starb am 25. Juli 1939 in Posen, wo er beigesetzt wurde. 1983 wurden seine Überreste nach Białystok überführt.</p>



<p>Eduard von der Ropp gilt als mutiger Verteidiger der belarusischen Sprache, Kultur und Religionsfreiheit sowie als Symbol bürgerlichen Mutes und Treue zu seinen Überzeugungen.</p>



<p>Ein besonders eindrückliches Zeugnis seiner Arbeit und seiner Verbindung zum belarusischen Volk stammt aus einem Zeitungsartikel von 1919, der die Reise des Bischofs 1917 in die Region Dzisna beschreibt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Wir werden niemals den Sommer des Jahres 1917 vergessen, als der Bischof von Wilna, Ropp, durch die Region Dzisna reiste. Damals kamen sowohl die Alten als auch die Kinder aus unseren Gemeinden zu den Orten, wo der Hirte war, um zu sehen, wie die Menschen ihren Pastor empfingen – den Märtyrer, der nach zehn Jahren Gefangenschaft, als die Zarenmacht und ihre Helfershelfer endeten, zu seinen treuen Schafen zurückkehrte. Doch etwas anderes blieb uns in jener Zeit besonders im Gedächtnis. Denn genau zu jener Zeit, als Bischof Ropp hier war, hörten wir zum ersten Mal Priester in den Kirchen direkt zu den Menschen in unserer belarusischen Sprache sprechen. Ein solches Ereignis werden wir wohl bis zu unserem Lebensende nicht vergessen“.</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Emilija Plater – Heldin eines Aufstands und Bewahrerin belarusischer Kultur mit deutschen Wurzeln</title>
		<link>https://www.dbg-online.org/deutsche-in-belarus/emilija-plater-heldin-eines-aufstands-und-bewahrerin-belarusischer-kultur-mit-deutschen-wurzeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aleś Čajčyc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 05:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche in Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[In Belarus, Polen, Litauen und darüber hinaus wird sie als eine historische Ikone der Freiheit gewürdigt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am 13. November 1806 wurde Emilija Plater geboren, eine polnisch-litauisch-belarusische Adelige mit deutschbaltischen Wurzeln. Sie zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Novemberaufstands 1830–1831 gegen das russische Kaiserreich.</p>



<p>Emilija Plater starb jung und tragisch während des Aufstands. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit machten sie zu einem Symbol des Widerstands gegen Unterdrückung und für demokratische Werte.</p>



<p>Heute wird Emilija Plater in Belarus, Polen, Litauen und darüber hinaus als eine historische Ikone der Freiheit gewürdigt.</p>



<p>Bereits vor dem Aufstand zeigte Emilija Plater großes Interesse an der belarusischen Folklore und setzte sich für den Erhalt des belarusischen Kulturerbes ein. Sie war Teil der adeligen Schicht, die den Grundstein legte für die spätere Entstehung einer modernen belarusischen Sprache und Kultur – wichtige Vorläufer späterer Sprach- und Kulturaktivisten, und somit auch der belarusischen Unabhängigkeitsbewegung.</p>



<p>Maksimilijan Marks, Sohn einer engen Freundin Emilijas, schrieb über sie:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Sie war, so glaube ich, nicht falsch zu liegen, die Erste, die sich mit der Leidenschaft, die einem feinfühligen und edlen Herzen eigen ist, der belarusischen Volksseele hingab. Sie sah das Leid des Volkes deutlich und empfand Mitgefühl, wobei sie versuchte, sein Schicksal so gut wie möglich zu erleichtern. Sie sammelte und sang belarusische Volkslieder und bezahlte täglich diejenigen, die ihr diese vorsangen. Beim Zuhören versuchte sie selbst, etwas Ähnliches zu komponieren. Am Klavier vermochte sie sehr ausdrucksvoll die Kühnheit und Sehnsucht der Volksmelodien sowie sogar den Klang der Sopran-Žalejka (belarusisches Blasinstrument) und der Bass-Dudka (belarusische Dudelsackart) wiederzugeben.“</p>
</blockquote>



<p>Über Emilija Plater aus belarusischer Perspektive:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8211; <a href="https://nashaniva.com/206490" rel="noopener">Захапляльная гісторыя Эміліі Плятэр, якая пражыла свае 25 гадоў больш свабоднай, чым яе сучасніцы</a></li>



<li>&#8211; <a href="https://euroradio.fm/belaruskaya-zhanna-dark-shto-varta-vedac-pra-emiliyu-plyater" rel="noopener">Беларуская Жанна д’Арк: што варта ведаць пра Эмілію Плятэр</a></li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" width="922" height="1024" src="https://www.dbg-online.org/wp-content/uploads/2025/07/emilia-plater-922x1024.jpg" alt="" class="wp-image-5799" style="width:413px;height:auto" srcset="https://www.dbg-online.org/wp-content/uploads/2025/07/emilia-plater-922x1024.jpg 922w, https://www.dbg-online.org/wp-content/uploads/2025/07/emilia-plater-270x300.jpg 270w, https://www.dbg-online.org/wp-content/uploads/2025/07/emilia-plater-768x853.jpg 768w, https://www.dbg-online.org/wp-content/uploads/2025/07/emilia-plater-1120x1244.jpg 1120w, https://www.dbg-online.org/wp-content/uploads/2025/07/emilia-plater.jpg 1282w" sizes="(max-width: 922px) 100vw, 922px" /></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>30. September 1891: Geburt von Otto Schmidt, sowjetischer Polarforscher belarusisch-deutscher Abstammung</title>
		<link>https://www.dbg-online.org/deutsche-in-belarus/30-september-1891-geburt-von-otto-schmidt-sowjetischer-polarforscher-deutscher-herkunft-geboren-und-aufgewachsen-in-belarus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Aleś Čajčyc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Sep 2025 05:49:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche in Belarus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Geboren und aufgewachsen in Belarus, leitete Schmidt mehrere sowjetische Arktisexpeditionen, spielte eine wichtige Rolle als Akademiker und Hochschulreformer]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Otto Juljewitsch Schmidt (1891–1956) wurde am 30. September 1891 in Mahiloŭ – damals Teil des Russischen Kaiserreiches, heute Belarus – in einer deutsch-lettischen Familie geboren. Er war ein herausragender Wissenschaftler: Mathematiker, Kosmologe, Raumforscher, Geograph und Polarforscher.<br><br>Schmidt leitete mehrere sowjetische Arktisexpeditionen, darunter die Fahrt des Forschungsschiffes &#8222;Sedow&#8220; (1929), das mehrere Jahre als Driftstation im arktischen Eis diente, die Fahrt des Eisbrechers &#8222;Sibirjakow&#8220; durch die Nordostpassage (1932) und die Expedition des Dampfers &#8222;Tscheljuskin&#8220; (1933/34). Er stand später an der Spitze des &#8222;Glawsevmorput&#8220; – der sowjetischen Hauptverwaltung für den Nördlichen Seeweg.<br><br>Neben seinen Polarforschungen spielte Schmidt eine wichtige Rolle als Akademiker und Hochschulreformer. Er war maßgeblich an der Gründung des Instituts für Theoretische Geophysik beteiligt und fungierte als Chefredakteur der Großen Sowjetischen Enzyklopädie.<br><br>Seine herausragende Position in der sowjetischen Wissenschaft spiegelt sich auch in zahlreichen Ehren wider: Schmidt wurde unter anderem mit dem Titel Held der Sowjetunion ausgezeichnet, das höchste Ehrenzeichen der UdSSR. Zu seinen Ehren wurden unter anderem ein Asteroid (2108 Otto Schmidt), mehrere geographische Objekte in der Arktis und Antarktis, zahlreiche Straßen und Plätze sowie wissenschaftliche Preise und Museen nach ihm benannt.<br><br>In Belarus erinnert man sich an ihn als eine herausragende Persönlichkeit der Wissenschaft mit tiefen regionalen Wurzeln – ein Beispiel für das intellektuelle Potenzial des Landes in schwierigen historischen Zeiten. Sein Lebensweg symbolisiert zugleich die historischen und kulturellen Verbindungen zwischen den Völkern von Belarus und Deutschland.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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